offener Brief an den NABU

Aufgrund der Gesamtumstände habe ich mich heute entschieden zu einem Mittel zu greifen, das Naturschützern nicht fremd sein dürfte.

Ich habe dem NABU Bundesverband einen offenen Brief geschrieben:


Liebe NABU-Mitglieder,
Liebe Volkswagen-Führungskräfte,
Liebe „Mitreisende“,

normalerweise schreiben Naturschützer offene Briefe. Heute kriegen Sie mal selbst einen. Dieser offene Brief richtet sich an den NABU Bundesverband:

Ich bin Betreiber der Webseite http://www.querumer-forst.de und gerate aufgrund dieser Aktivität seit einigen Tagen zunehmend mit dem NABU in Konflikt. Der NABU Braunschweig wollte mir nach Aussagen Ihres Herrn Oeliger (NABU Bundesverband) offenbar sogar eine Abmahnung schicken.

Heute habe ich begonnen mich intensiv dagegen zu wehren. Lesen Sie hier Auszüge aus einer Mail die ich dem NABU-Bundesverband geschrieben habe:

http://www.querumer-forst.de/?page_id=929

Darauf hin teilte man mir mit, dass man von einer Abmahnung doch Abstand genommen hat.

Ich denke dass es ein erheblich zu großes Gefälle gibt zwischen diesen beiden Seiten:

A) Der NABU Braunschweig ist nach eigenen Angaben im Grunde genommen zahlungsunfähig:
http://www.nabu-braunschweig.de/
http://www.nabu-braunschweig.de/Flughafen.htm

B) Der NABU Bundesverband hat 2008 allein schon 21 Millionen Euro eingenommen:
http://www.nabu.de/nabu/portrait/jahresberichte/

C) Der NABU Niedersachsen redet gar nicht erst über die Gefährdung:
http://niedersachsen.nabu.de/…/schutzgebietdesmonats/10416.html

Und ich denke, dass dem Satzungszweck des NABU Bundesverbandes widerspricht, wenn man mit Volkswagen ein gemeinsames Logo unterhält, wenn gleichzeitig Volkswagen als Gesellschafter eines Flughafens an der Abholzung des Querumer Forstes mittelbar beteiligt ist:

http://www.nabu.de/imperia/…/satzung_bundesverband_092008.pdf
http://www.querumer-forst.de/?page_id=127
http://data.querumer-forst.de/dateien/strukturen_beteiligungen.pdf

Der Unterordner in dem die Satzung liegt heißt übrigens „imperia“ … nomen est omen ??

Meine Forderungen an den NABU Bundesverband sind diese:

Der NABU Bundesverband möge das tun, wofür ihm 2008 allein 13 Millionen Euro an Spendengeldern zugeflossen sind. Der NABU Bundesverband möge den eigenen Partner Volkswagen auffordern, diesem Spuk ein Ende zu machen. Die dafür nötige Argumentation wäre simpel:

Es werden erst Bäume gerodet wenn alle Grundstücke ohne jeden Zweifeĺ (also rechtssicher) auch zur Verfügung stehen, so dass der Flughafen überhaupt gebaut werden kann. Das ist nämlich bisher gar nicht der Fall:

http://www.querumer-forst.de/?page_id=815
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/11506118

Volkswagen möge dem eigenen Missionstatement und dem vom NABU mit erarbeiteten Nachhaltigkeitsbericht folgen, und die Flughafengesellschaft auffordern, bis zu einer endgültigen Regelung der Eigentumsfragen an diversen Grundstücken auf die Abholzung des Waldes zu verzichten – am besten jedoch endgültig:

http://www.volkswagenag.com/…/VW_Nachhaltigkeitsbericht_2009.pdf

http://www.volkswagen.de/…/Mission%20Statement%20Biodiv.pdf

Der NABU Bundesverband möge dem eigenen Partner Volkswagen bitte folgendes erklären: Wenn die Glaubwürdigkeit von Volkswagen beim Thema „bluemotion“ leidet, dann leidet der Umsatz. Und am Ende gehen auch Arbeitsplätze kaputt. Denn die Abholzung des Querumer Forstes wird sich auch wirtschaftlich als ein Irrtum erweisen.

Insbesondere aber möge der NABU Bundesverband es bitte unterlassen, mit Volkswagen ein gemeinsames Logo zu unterhalten, solange Volkswagen sich an solchem Raubbau beteiligt wie er im Querumer Forst geplant ist:

http://www.nabu.de/imperia/md/images/nabude/logos/andere/kampagnen/54.jpg

Wer mit mir über diese Themen diskutieren möchte ist herzlich eingeladen – siehe Signatur – entweder bei XING oder durch Registrierung auf meiner Webseite.

Viele Grüße
Ihr
Klaus Marwede

Braunschweiger Strasse 7
38176 Wendeburg

Tel: +49 (5303) 92331-0
Tel: +49 (160) 7322200
mailto:info@querumer-forst.de
https://www.xing.com/net/qf

One Reply to “offener Brief an den NABU”

  1. Hier eine sehr interessante Reaktion auf diesen Brief, die ich allerdings aus nachvollziehbaren Gründen „schwärzen“ musste:

    Sehr geehrter Herr Marwede,

    „Ihr engagiertes Eintreten gegen Filz zwischen Wirtschaft und Ökovereinen
    sowie der “ Ossi ehrenhalber“ machen mich neugierig! Beste Grüße“

    Andererseits segle ich mit eigenen engagierten Ökoprojekten immer so knapp
    an der Grenze zur Sozialhilfe dahin, kann ab und zu zusätzlich einen
    kleinen Auftrag aus dem Umfeld des NABU-Kreisverbandes *** erhalten,
    und möchte dieses Verhältnis nicht durch eine tragische, aber global
    gesehen relativ kleine Biotopzerstörung bei Braunschweig in Frage stellen.

    Eigentlich traurig, aber von geradlinigem Naturschutz kann man nicht
    leben. Immer wieder hört man von (vorsichtig ausgedrückt) merkwürdigen
    Kompromissen, die außer den Umweltbehörden auch einige angesehene NGOs
    eingehen. Am konsequentesten unter den einigermaßen bekannten deutschen
    Ökovereinen scheint mir Robin Wood zu sein, vielleicht sollten Sie sich da
    mal mit dem Waldreferenten beraten.

    Ich drücke Ihnen die Daumen!

    Mit den besten Grüßen aus *******

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