Untere Naturschutzbehörde

Dieses Gedächtnisprotokoll von Tatjana Jenzen und Gaby Fischer zeigt noch mal sehr deutlich, wie groß das Vertrauen zwischen der Unteren Naturschutzbehörde und der begutachtenden Firma LAREG war. Es zeigt aber auch viele Widersprüche auf, die ich nachstehend noch in Frageform kommentiere. Hier zunächst das

Gedächtnisprotokoll

Da stellen sich nun also folgende Fragen:

1) Warum hat Herr Hoppe-Dominik nicht einfach andere Gutachter eingesetzt, wenn er das alles so sieht? Es kann doch nicht sein, dass die prüfende Behörde eine Ausnahmegenehmigung nur dann verweigert hätte, wenn auf der Gegenseite andere (kompetentere??) Gutachter eingesetzt worden wären. Er selbst hatte als Untere Naturschutzbehörde zunächst mal die Verantwortung – und wenn er Ausnahmegenehmigungen erteilte, dann durfte sich die Gegenseite zunächst einmal auf diese Prüfung verlassen. Was für ein Armutszeugnis …

2) Wenn es stimmt, dass Bäume zunächst markiert wurden damit sie auf Leben (z.B. in Höhlen) überprüft werden – um sie sodann zu prüfen – und sodann bei allen Bäumen festzustellen, dass kein Leben darin war (denn es wurden ja alle Bäume letztlich gefällt) dann stellt sich doch die Frage, ob dieses Europäische Naturschutzgebiet (FFH) diese Rolle überhaupt zu Recht hat. Offenbar hat ja nun ein Gutachter festgestellt, dass zumindest bei 18.000 Bäumen (diese Zahl nennt Herr Manlik im ZDF) kein einziger Baum gerechtfertigt hat, dass man dieses Naturschutzgebiet als ein solches einordnet.

3) Wenn es stimmen sollte, dass Herr Hoppe-Dominik die Überprüfung im Rahmen der staatsanwaltlichen Ermittlungen selbst vornimmt (so ähnlich hat er es laut Gedächtnisprotokoll ja behauptet, dann ist das Ermittlungsverfahren meines Erachtens nicht mehr unabhängig. Herr Hoppe-Dominik selbst, seine Behörde und auch die von ihm beauftragten Gutachter werden doch wohl hoffentlich von dritter, unabhängiger Seite überprüft werden! Immerhin war es deren eigene Aufgabe, die Bäume zu schützen, die nach Bundesnaturschutzgesetz nicht gefällt werden dürfen. Die hatten die Verantwortung – und sind trotz diverser Hinweise untätig geblieben, – genau wie die Polizisten vor Ort die immer wieder auf das Problem hingewiesen wurden!

Klartext: Wenn es Auflage war Bäume zu markieren – was ja auch gemacht wurde – und sodann die auferlegte Prüfung durch Biologen stattfand – und angesichts der Ergebnisse kein einziger Baum nach dieser Überprüfung geschützt wurde – dann ist entweder die Überprüfung eine Farce gewesen – oder das Naturschutzgebiet Querumer Forst verdient diesen Namen nicht!

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