NABU – News

Klaus Marwede

Klaus Marwede

Hier werde ich Neuigkeiten aus meinem „Zwist“ mit dem NABU berichten. Neuigkeiten zum Widerstand gegen den Flughafenausbau finden Sie unter „konkrete Maßnahmen“ und unter „neue Termine“.

13.01.2010, Bürgertreffen in Waggum: Zu meinen Ausführungen über die „Verquickungen“ beim NABU hat Herr Fuchs vom NABU Braunschweig sich wie folgt konkret geäussert, bzw. folgende Fragen aufgeworfen:

1) Was will ein Wendeburger eigentlich in Waggum?

Die Antwort ist: Ich bin ein freier Mensch in einem freien Land. Und Waggum gefällt mir halt. Davon abgesehen habe ich dort auf so manchem Schützenfest Musik gemacht und bin Ihren Ort bei so manchem Umzug „abgeschritten“.  Ich bedaure, dass ich die letzten 5 Jahre im Harz gelebt habe, denn wäre ich hier gewesen, hätte ich den NABU viel früher mit seinen „Rücksichtnahmen“ konfrontiert.

2) Vermögen oder Ertrag?

Herr Fuchs wollte in Zweifel ziehen, dass ich als Unternehmensberater Erträge von Vermögen unterscheiden kann. Lieber Herr Fuchs: Wer über 1.000.000 Euro ERTRAG aus Vermögensverwaltung erzielt, der muss dafür ein VERMÖGEN von schätzungsweise 10.000.000 Euro verwalten (bei einer Rendite von 10%), – und ich bin sicher, das verstehen sogar Sie als „Nicht-Unternehmensberater“. Konkret ist es laut Geschäftsbericht übrigens ein Anlagevermögen von 3.694.913 Euro und ein Umlaufvermögen von 8.527.693 Euro.
Insgesamt betrug der ERTRAG des NABU Bundesverbandes 2008 ca. 21.000.000 Euro, davon 13.000.000 Euro aus Beiträgen.

3) Wozu soviel Vermögen?

Herr Fuchs erklärte uns, dass der NABU Bundesverband wie eine Stiftung geführt wird, und deshalb soviel Geld auf der hohen Kante haben muss.

Fakt ist: Eine Stiftung gibt es aber sogar noch zusätzlich. In deren Geschäftsbericht 2008 ist ein Anlagevermögen von ca. 4.000.000 Euro und ein Umlaufvermögen (Banken und offene Forderungen) von ca. 2.000.000 Euro die Rede.

Spannend finde ich dabei, dass der NABU Bundesverband offenbar etwa doppelt soviel Geld auf der „hohen Kante“ hat wie die Stiftung Naturerbe des NABU

4) immer noch nicht erklärt …

Immer noch nicht erklärt hat uns Herr Fuchs, ob er nun in der Lage ist die Gebührenrechnungen aus den Prozessen zu bezahlen. Auf der Internetseite sagt er nach wie vor (Stand heute): „Um alle Rechtsanwalts- und Gerichtskosten bezahlen zu können, benötigen wir jetzt innerhalb kürzester Zeit noch rund 11.700,- Euro, z. B. durch 290 Spenden á 40,- Euro ! „

In der Zeitung sagt er, dass er das aus dem Bankvermögen des NABU Braunschweig bezahlen kann. Warum diese „Tränendrüse“? Die Antwort hat er der Zeitung selbst gegeben: Diese Fragestellung ist geeignet, den Spendenzufluss abzuschneiden! Umkehrschluß: Er macht das weil er die Spenden haben will. Herr Fuchs – alle Ihre „Mutter-Verbände“ veröffentlichen ihren Jahresbericht im Internet. Ich glaube ich hätte gern mal Ihren gelesen … Vielleicht erkenne ich dann ja, dass ich Ihnen Unrecht tue und stelle diese Fragestellung ein. Solange Sie „mauern“ interessiert mich das Thema weiterhin sehr.

5) NABU klärt Vorgänge intern

Das ist uns klar – aber genau das wollen wir ja in dieser brisanten Situation nicht mehr. Wir wollen von Ihnen einbezogen werden, und wenn wir erkennen, dass Sie Hilfe brauchen dann helfen wir Ihnen ja auch! Aber wir wollen wissen was der NABU konkret tut, und wir wollen dass der NABU nicht „Brieflein“ an Herrn Winterkorn schreibt, sondern dort Klartext redet. Im Spiegel, in der TAZ, in der Süddeutschen, in der BILD-Zeitung u.s.w ..

Insbesondere aber wollen wir nicht von einem NABU vor den Karren gespannt werden, der intransparent agiert, mit der „Gegenseite“ intensiv verquickt ist, und der sich fortgesetzt weigert, Volkswagen den Stuhl vor die Tür zu setzen, um „Vogelschutzprojekte nicht zu gefährden“. Diese Argumentation ist beim Anblick von toten Bäumen, toten Vögeln, toten Reptilien, toten Insekten, toten Wirbeltieren mit Verlaub eine Farce!

Liebe Waggumer – ich kann verstehen wenn ich Ihnen etwas suspekt bin. Was will der? Wo kommt der her? u.s.w. … und dann geht es auch noch gegen einen von Ihnen …

Ich habe nichts gegen Carlo Fuchs. Ich möchte einfach nur, dass der NABU mit allen seinen Unterorganisationen an sich selbst einen ebenso hohen Anspruch richtet wie an Volkswagen, den Oberbürgermeister oder wen auch immer. Und dass hier mit den Zahlen ein sehr unschönes Gefälle besteht – und der NABU mit Volkswagen einfach „zu dicht“ ist – das sieht ein Blinder mit Krückstock!

Bitte haben Sie deshalt trotzdem auch etwas Verständnis für meine Haltung: Der NABU Bundesverband hat den Schlüssel zu einer möglichen, schnellen Lösung. „SCHNELL“ ist dabei das entscheidende Wort. Und er nutzt diesen Schlüssel nicht … Was soll ich davon denn halten?

Wer so wie ich jetzt klare Ansagen vom NABU möchte, der möge bitte diese Unterschriftenliste „zum Leben erwecken“:
http://data.querumer-forst.de/action/unterschriften/Unterschriftenliste-01.pdf

  1. 14. Januar 2010, 02:40 | #1

    Nachtrag:

    Am Anfang wollte mir der NABU Bundesverband erzählen, er könnte auf die Ortsgruppen keinen Einfluss nehmen. Dies habe ich zunächst als „Lüge“ eingeschätzt. Es stellte sich als bloßer Irrtum heraus. Die Ortsgruppen sind lt. § 5.4 der NABU-Satzung (Bund) dem Bundesverband gegenüber weisungsgebunden.

  2. 14. Januar 2010, 02:44 | #2

    Nachtrag:

    Am Anfang wollte mir der NABU Bundesverband erzählen, er könnte dem NABU Braunschweig „selbst wenn er wollte“ kein Geld für die Gerichtskosten geben. Das darf man aus Spendengeldern heraus gar nicht machen.

    Nun hat er es offenbar doch gedurft: Wenn gestrige Braunschweiger Zeitung korrekt berichtet hat der Bundesverband 3.000 Euro zu den Prozesskosten beigesteuert.

    Das ist einfach kleinkariert. Während in Berlin Millionen herum liegen müssen Braunschweiger Natürschützer weiterhin 5 Euro-weise Spendengelder sammeln? Weil für 3.000 Euro Geld da ist – aber für 11.000 Euro nicht?

    Und mal ehrlich: Glaubt hier irgendjemand, der NABU Bundesverband hätte das getan wenn ich nicht so penetrant wäre?

  3. 14. Januar 2010, 02:54 | #3

    Nachtrag:

    Das gleiche gilt für den NABU Niedersachsen. Der schreibt jetzt auf einmal – wo er in die Pflicht genommen wird, dass die Rodung gestoppt werden soll:

    zum Artikel!

    Ich habe den NABU Niedersachsen übrigens um die Zusendung seiner Satzung gebeten. Am Montag hat man das meiner Sekretärin noch fest zugesagt. Heute hat man es mit den Worten verweigert, die Satzung sei in Überarbeitung und könne deshalb zur Zeit nicht rausgeschickt werden.

    FRAGE … mit der Bitte um eine klare Antwort: Gibt es eine aktuelle, gültige Satzung?

    Wenn alles in Ordnung ist mit der „alten“ Satzung dann könnt Ihr sie doch veröffentlichen – mal abgesehen davon dass man das von einem gemeinnützigen Verein der öffentlich Spenden einwirbt doch wohl auch erwarten darf!

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